Winterpflege für die Haut - Badeöl selbst gemacht

By Fanni - Januar 27, 2018

Für mich gibt es nichts schöneres, als nach einer anstrengenden Woche die wohltuende Wärme eines gut duftenden Bades zu genießen. Ein entspannendes oder aufmunterndes Vollbad ist zu jeder Jahreszeit eine Wohltat für meinen Körper und meine Seele.

Schon seit Jahrhunderten ist es üblich, dem Badewasser Duft- und reinigende Zusätze hinzuzufügen. Man kann hier zwischen Schaumbädern, Badesalzen und Badeölen unterscheiden. Während das Markenzeichen von Schaumbädern eben der Schaum ist, haben Badesalze und Badeöle keine schäumende Wirkung.
   



    
Und wärhend Schaumbäder zwar ein herrlich entspannendes Badegefühl erzeugen und die Haut sehr gut reinigen, führen sie leider dazu, dass die Haut schnell austrocknet. So habe ich nach dem Baden immer das Bedürfnis, mich einzucremen. Das halte ich in der Jahreszeit, in der meine Haut sehr stark zur Trockenheit neigt - nämlich im Winter - für kontraproduktiv. Daher greife ich jetzt eher zur Alternative - dem Badeöl, da die Öle die Feuchtigkeit bewahren und die Haut mit einem angenehmen Film überziehen. Das macht sie streichelzart und geschmeidig.

Nachdem ich euch gezeigt habe, wie ihr eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme einfach und schnell  rühren könnt, möchte ich heute ein Rezept für Badeöl mit euch teilen.
    
   
Das braucht ihr:
90 ml Mandelöl
10 ml Lysolecithin*
2 g Vitamin-E-acetat
7 ml ätherisches Öl oder Parfümöl eurer Wahl.
*Sollte das von euch gekaufte Lysolecithin im Fläschen eher fest und gelartig sein, stellt das Fläschen erstmal in ein heißes Wasserbad. Der Inhalt verflüssigt sich und ihr könnt dann die 10ml einfach den restlichen Zutaten beimischen.

Auf die Eigenschaften des Mandelöls bin ich hier schon näher eingegangnen.

Lysolecithin is ein sehr hautverträglicher Emulgator. Emulgatoren sind Stoffe, die es ermöglichen, Flüssigkeiten, die eigentlich nicht miteinander mischbar sind, zu mischen, wie z.B. Wasser und Fette. Es wird hier also benötigt, damit sich das Öl im Badewasser auflöst und nicht an der Oberfläche schwimmt.


Vitamin-E-Acetat wirkt entzündungshemmend, wundheilend, vermindert die Zellschädigung, erhöht das Feuchthaltevermögen und beugt somit vorzeitiger Hautalterung vor.

Und so wird's gemacht:
Alle Zutaten verrühren und in eine schöne Flasche füllen.
Etwas von dem Badeöl in das einlaufende Badewasser geben, einsteigen und entspannen. Die Wassertemperatur sollte mit 36-38 Grad die Körpertemperatur nicht übersteigen und die Badezeit 15 bis 20 Minuten nicht überschreiten. Taucht auch gerne mal unter, denn auch auf die Haare und speziell auf die Kopfhaut können Badeöle eine erneuernde Wirkung haben. Nach dem Bad mit dem Handtuch zart abtupfen, damit das Öl noch in die Haut einziehen kann. 
Achtung, reinigt wegen Rutschgefahr bitte nach dem Baden die Badewanne, nicht dass ihr euch noch verletzt.

Mädels (und Jungs?), einfacher geht's nicht, oder?!?! :-)

   
Was macht Badeöle so wertvoll für mich und warum habe ich sie in meiner Hautpflege-Routine integriert? Badeöle sind ein einfaches Mittel, die Haut mit Feuchtigkeit und Pflege zu versorgen, nicht nur aber besonders in der kalten Jahreszeit. Sie sind nicht nur erfrischend, sondern machen trockene Haut wieder feuchter und vitaler.

   
Ihr könnt die Wirkung vom Badeöl auf eure individuellen Wünsche und Bedürfnisse abstimmen, in dem ihr unterschiedliche ätherische Öle verwendet, wie z.B.:
- Rosenholzöl wirkt pflegend, antiseptisch und kranpflindernd
- Orangenöl wirkt stimmungsaufhellend und muskelentspannend
- Rosmarinöl wirkt kreislaufbelebend
- Lavendelöl wirkt ausgleichend und beruhigend
- Jasminöl wirkt krampflösend und schmerzlindernd
- Melissenöl wirkt beruhigend und ausgleichend
- Nelkenöl wirkt bei Kopf - und Gliederschmerzen 
- Eukalyptusöl wirkt konzentrationssteigernd, anregend und macht sich gut in einem Erkältungsbad. Die antiseptische Wirkung hat z.B. einen enormen Effekt bei Bronchitis.
- Basilikumöl wirkt nervenstärkend und unterstützt die Verdauung
usw... 

Welches ätherische Öl oder ob ihr lieber nur euer Lieblingsparfümöl beimischen wollt, liegt ganz bei euch und hängt ganz von euren Bedürfnissen ab. Ihr könnt auch eine Mischung aus Ölen verwenden, deren Geruch ihr als angenehm empfindet und die gleichzeitig auf eure Beschwerden abgestimmt sind.

    
Zum Beispiel habe ich mich für Orangenöl entschieden, da ich schon seit Wochen müde und abgeschlagen bin und mir vor ca. zwei Wochen auch noch eine Zerrung im Rücken durch eine blöde, ruckartige Bewegung zugezogen habe *kopfschüttel*. Orangenöl soll ja, wie oben beschrieben stimmungsaufhellend wirken (au ja, bitte, bitte, bitte, das brauche ich jetzt grad ganz dringend) und muskelentspannend (mein Rücken wird es mir hoffentlich danken).

    
Also zündet ein paar Kerzen an, spielt eine schöne Playlist ab und genießt euer Bad.
In diesem Sinne, pflegt eure Haut und kommt enspannt durch den Winter :-).
Liebe Grüße, eure Fanni




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